Akzeptanz

Akzeptanz

Das Üben der Akzep­tanz wird als geistige Grund­hal­tung aller spir­ituellen Schulen betra­chtet. Die Dinge annehmen wie sie sind, den Moment in sein­er ganzen Fülle erfahren, nichts ausklam­mern, nichts verän­dern, das ist die Essenz der med­i­ta­tiv­en Prax­is.

In dieser Radikalität wieder­spricht das Üben der Akzep­tanz gewiss vie­len herkömm­lichen Ansätzen west­lich­er, Ego-ori­en­tiert­er Psy­cholo­gie. Bei genauer Betra­ch­tung lässt sich jedoch beobacht­en, dass ger­ade das starre Fes­thal­ten an Wün­schen, Bedürfnis­sen und Erwartun­gen genau jenes Lei­den erschafft, von dem man so sehr wün­scht, es möge verge­hen.

Akzep­tanz bedeutet natür­lich nicht, fatal­is­tisch alles hinzunehmen. Es bedeutet eher, sich dem Leben zu öff­nen, sich dem Augen­blick hinzugeben. Eine Sen­si­bil­ität entwick­eln, hören und sehen, was genau in diesem Augen­blick geschieht.

Sind da Kräfte von Ablehnung gegen das Schick­sal, Kämpfe von Ambivalenz bis zu kör­per­lichen Schmerzen? Oder gelingt es Ihnen, immer wieder auf ein Neues das „Ja“ zu find­en. „Ja“ zu dem Leben, wie es ist.

Viele Men­schen erschaf­fen sich sel­ber Leid, aus Unwis­senheit, aus Gewohn­heit. Sie kämpfen gegen die Wolken am Him­mel, gegen das Unabän­der­liche. Die Fol­gen ken­nen wir Alle: Stress, emo­tionale Ver­wirrung, Äng­ste, Krankheit. Die ganze Kiste alltäglichen Dra­mas.

Übung: Find­en Sie zur Atmung, zur Erfahrung Ihrer Präsenz zu diesem Augen­blick und erlauben Sie sich „Ja“ zu sagen. Spüren Sie es im ganzen Kör­p­er, mit jed­er Zelle. Nur jet­zt, nur JETZT. JETZT